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02.06.2010 - BASTA sucht Zeitzeugen für NS-Dokuzentrum 2013
Liebe Mitglieder von „BASTA – das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen“ und des Stigma-Alarm-Netzwerkes SANE,


BASTA möchte Sie in um Ihre Mithilfe bitten.

2013 wird in München ein NS-Dokumentationszentrum eröffnet. Informationen finden Sie online unter www.ns-dokumentationszentrum-muenchen.de

Aktuell wird das Konzept der Ausstellung geplant.

Neben Herrn Prof. Dr. Michael von Cranach (ehemaliger Klinikdirektor des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren), Herrn PD Dr. Gerrit Hohendorf (Institut für Geschichte der Medizin der TU München), Herrn Karl-Heinz Möhrmann (Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker) und anderen sind hierfür auch Mitglieder von BASTA im regelmäßigen Kontakt mit der Gründungsdirektorin Frau PD Dr. Irmtrud Wojak.

Die Ausstellung soll zukünftigen Besuchern Einblick geben in die politischen Geschehnisse und die Verbrechen zur Zeit der NS-Diktatur. Auf Anregung einiger Einzelpersonen und Institutionen (siehe oben) soll auch auf die Verbrechen, die in dieser Zeit an psychisch erkrankten Menschen begangen wurden (z.B. im Rahmen der Euthanasieprogramme), eingegangen werden.

Eine Möglichkeit, die Erinnerung an diese schrecklichen Ereignisse wach zu halten, sind Interviews mit Zeitzeugen.

BASTA bittet Sie deshalb, mit uns Kontakt aufzunehmen, wenn Sie jemanden kennen, der evtl. bereit wäre, in einem Interview (Ton oder Film) über die damaligen Vorgänge zu berichten. In Frage kämen - neben möglichen Überlebenden - z.B. auch Familienangehörige und Freunde/Bekannte von Opfern der Euthanasie oder Menschen, die auf andere Weise als Zeitzeugen in Frage kommen.

Wichtig ist, dass Zeitzeugen aus dem Raum München /Oberbayern gesucht werden, da das Zentrum sich auf die Geschehnisse in diesem Raum konzentriert.

Die Interviews werden in einer geschützten und professionell begleiteten Atmosphäre durchgeführt und auf Video oder Tonband aufgezeichnet. Dies ist selbstverständlich auch in anonymisierter Form möglich.

Wir sind uns dessen bewusst, dass dieses Thema für die Betroffenen und Angehörigen äußerst belastend ist. Deshalb ist es selbstverständlich, dass für die Aufnahmen die nötige Zeit und Ruhe zur Verfügung stehen wird. Ebenso ist es natürlich vorgesehen, dass die Beteiligten die entstandenen Aufnahmen vor einer Veröffentlichung sehen können und persönliche Wünsche berücksichtigt werden.

Es liegt uns sehr am Herzen, der Nachwelt möglichst genaue und anschauliche Dokumentationen der schrecklichen Verbrechen zu überliefern, so lange dafür noch eine Chance besteht.

Selbstverständlich behandeln wir alle Informationen in diesem Projekt streng vertraulich und gestalten die Kontaktaufnahme so schonend und rücksichtsvoll wie möglich. Sie können diesen Aufruf gerne auch an Menschen weiterleiten, die uns bei der Suche möglicherweise weiter helfen können.

Das BASTA-Büro ist von Montag bis Mittwoch in der Zeit von 10 bis 15 Uhr besetzt. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 089-4140-6674. Sie können auch jederzeit eine Nachricht auf den Anrufbeantworter sprechen.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Ihr BASTA-Team