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17.03.2009 - ZDF-Journalist Prömpers beichnet Nervenheilanstalt als Klapsmühle
Der ZDF-Journalist Klaus Prömpers bezeichnete am 16.03.09 in einem TV-Bericht über die Vorfälle um Franz Fritzl in Amstetten eine Nervenheilanstalt als "Klapsmühle".

Sehen Sie dazu folgenden Bericht:

Bitte hier klicken!



ZDF löscht Bericht von Homepage und stellt Entschuldigung online
Inzwischen wurde der entsprechende Mitschnitt der Sendung aus der online-Mediathek des ZDF gelöscht.

Weiter ist online eine Erklärung zu den gefallenen Äußerungen zu finden:

Infobox
Falsche Wortwahl in der heute-Sendung

In der 19 Uhr-heute-Sendung am Montag ist uns ein sprachlicher Fehlgriff unterlaufen. In einem Livegespräch zum Auftakt des Fritzl-Prozesses verwendete unser Korrespondent Klaus Prömpers eine unangemessene, umgangssprachliche Formulierung für eine psychiatrische Klinik, das Landesklinikum in Amstetten-Mauer. Dort, in einem Zentrum für seelische und körperliche Gesundheit, werden die Opfer des Angeklagten zurzeit betreut und von der Öffentlichkeit abgeschirmt.

Das ZDF bedauert diese sprachliche Entgleisung. Klaus Prömpers: "Es lag mir fern, die Klinik oder ihre Patienten und Mitarbeiter in irgendeiner Weise abzuwerten. Für diese Formulierung möchte ich mich entschuldigen."


Siehe auch hier:
Homepage ZDF






Prof. Förstl sendet Kommentar an K. Prömpers (ZDF)
Prof. Förstl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Technischen Universität München, wandte sich heute mit folgendem Schreiben an den Journalisten Klaus Prömpers:


Sehr geehrter Herr Prömpers,

Sie haben in der gestrigen Reportage über den Fall Fritzl in den
ZDF-Tagesthemen nach 19:00 beklagt, dass die Familie des Täters nun auch
noch in einer „Klapsmühle“ untergebracht sei. Die Art und Weise wie Sie dies
ausdrückten war ebenso dumm wie diffamierend. Wo sollten schwer
traumatisierte Personen denn Ihrer Meinung nach behandelt werden, wenn nicht
in einer Nervenheilanstalt. Sie verletzen und stigmatisieren durch Ihren
unerhörten Sprachgebrauch zahlreiche andere Patienten, die in dieser und in
ähnlichen Einrichtungen Hilfe erfahren und erfolgreich behandelt wurden.

Nun kann ich mir gut vorstellen, dass Ihnen dieser Lapsus in der Hitze der
Life-Schaltung unterlief und weder Ausdruck Ihrer persönlichen Einstellung
ist, noch der Haltung einer öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt
entspricht.

Vielleicht wollen Sie dieses etwaige Missverständnis in den nächsten Tagen
klären.

Ihr

Hans Förstl

Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Technische Universität München






ZDF reagiert auf Schreiben von Prof. Förstl
Lesen Sie hier die Reaktion des ZDF auf das Schreiben von Prof. Förstl:

Sehr geehrter Herr Förstl,


vielen Dank für Ihre Zuschrift, in der Sie völlig zu Recht Kritik an der
Wortwahl in unserer 19.00 h- „heute“-Sendung vom 16.03.2009 üben. Wir werden
Ihre Stellungnahme in die hausinterne Auswertung der Zuschauerresonanz
aufnehmen.


In der Tat ist uns in der Sendung ein sprachlicher Fehlgriff unterlaufen. In
einem Livegespräch zum Auftakt des Fritzl-Prozesses verwendete unser
Korrespondent Klaus Prömpers eine unangemessene, umgangssprachliche
Formulierung für eine psychiatrische Klinik, das Landesklinikum in
Amstetten-Mauer. Dort, in einem Zentrum für seelische und körperliche
Gesundheit, werden die Opfer des Angeklagten zurzeit betreut und von der
Öffentlichkeit abgeschirmt.

Das ZDF bedauert diese sprachliche Entgleisung außerordentlich. Klaus
Prömpers sagte dazu: „Es lag mir fern, die Klinik oder ihre Patienten und
Mitarbeiter in irgendeiner Weise abzuwerten. Für diese Formulierung möchte
ich mich entschuldigen“.

Mit freundlichen Grüßen
Angelika Knoll
ZDF, Zuschauerredaktion